Seit dem Herbst 2016 ist viel passiert

Seit dem Herbst 2016 ist viel passiert

Flüchtlingselend, Populismus, Egoismus, vergangene und kommende Wahlen und, und, und…..

Da sind die alltäglichen Arbeiten wie Reben schneiden, im Keller den neuen Wein begleiten (und auch zu probieren) und mit vollem Elan in einen neuen Weinjahrgang zu gehen, doch sehr beruhigend.

Ich werde häufig gefragt: Was macht ein Winzer denn jetzt um diese Jahreszeit?

Neben Aufarbeiten von allerlei Schriftkram gilt unser Hauptaugenmerk der Entwicklung des eingebrachten Weines.

Die nach der Weinlese einsetzende Gärung ist ein sehr sensibler Vorgang. Diesen sollte man nicht unnötig stören. Hier gilt der Spruch: „So wenig wie möglich, aber so viel wie nötig.“ Jede unnötige Bewegung durch hin und her Pumpen des Weines kostet Weinaromen und bringt den Wein durcheinander. Die wichtigste Arbeit ist nach Beendigung der Gärung die Trennung des jungen Weines von der Hefe und die Einleitung der Jungweinentwicklung. Dabei beeinflusst der Jahrgang die Arbeit ganz entscheidend. Trockene und warme Herbste, die sehr gesunde Trauben bringen, sind für die Weinentwicklung immer optimal. Schwierig wird es, wenn wir sehr feuchte Witterung im Herbst haben. Das bringt eine Vielzahl von Fäulnis bei den Trauben hervor.

Das Allermeiste können wir im Weinberg wegschneiden, aber die Belastung mit faulen oder edelfaulen Trauben ist doch größer und damit die Gärung und Jungweinentwicklung viel empfindlicher.

Die ständige Probe des jungen Weines ist dabei zwar sehr schmackhaft und interessant, aber doch eine hochkonzentrierte Angelegenheit. Dass man morgens um 11.00 Uhr an 20 verschiedenen Fässern Weine durchzuprobieren hat, hat natürlich auch angenehme bis heitere Züge an sich. Ich sage meiner Frau immer vorher Bescheid, damit sie weiß, wenn ich dann um 12.00 Uhr zum Mittagessen komme, dass die Zunge schon etwas lockerer sitzt.

Häufig muss probiert werden, bis der neue Wein dann endlich auf Flaschen gefüllt werden kann. Damit werden wir in diesem Jahr im März beginnen und Ihnen dann ab Mai den kompletten neuen Jahrgang vorstellen.

Nach der Ernte beginnen wir in den Weinbergen auch wieder mit dem neuen Jahrgang. Rückschnitt der Rebstöcke, Biegen der Fruchtruten, Häckseln des Rebholzes, um nur drei Arbeiten zu nennen, sind die Hauptaufgaben draußen im Weinberg. Dabei sind wir relativ unempfindlich, was das Wetter betrifft. Bei trockenem Wetter und 5° Minus Reben zu schneiden, macht den Reben nichts aus und dem Winzer auch nicht.

Damit nicht nur ich unsere Weine probieren und trinken kann, haben wir uns ein paar interessante Angebote überlegt.
Diese finden hier…

Zum Wohl,

Ihr Winzermeister
Bernhard Faber
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